Die Bekämpfungssaison ist offiziell beendet, viel zu tun gab es in den Auwäldern jedoch nicht. Die langanhaltende Trockenheit und extreme Hitze hatten gravierende Auswirkungen für Rhein und Aue: Niedrigwasser-Rekordwerte an den Messstationen, trockene Altrheinarme und rissige Böden waren ständige Begleiter.
In diesem Beitrag möchten wir den Verlauf der Saison kurz und knapp festhalten:
Normaler Saisonstart im März
Zum Saisonbeginn fand eine Bekämpfung der typischen Frühjahrsstechmückenarten in den sumpfigen Bruchwäldern statt. Die Saison begann durch einen milden Februar und sonnige Märztage leicht verfrüht, der nasse Winter sorgte jedoch für viele überschwemmte Gräben und gefüllte Frühjahrstümpel. Einsätze über das gesamte KABS-Gebiet und im benachbarten Elsass fanden bis Ende März statt.
Auftakt am Rhein blieb aus
Im April kommt es in der Regel häufig zu ersten Einsätze in den Rheinauen. Mangels Niederschlägen kam es in der Saison 2026 jedoch nicht zu einem Hochwasser und die Larven der Auwaldstechmücken schlüpften nicht aus ihren Eiern.
Trockener, regenarmer Sommer
Auch die Pfingstfeiertage blieben ohne Hochwasserereignis. Anfang Juni sorgten kurze, lokale Starkregen für einzelne Kontrollen und kleinere Bekämpfungsmaßnahmen zu Fuß, eine KABS-weite Kampagne ließ jedoch weiterhin auf sich warten.
Auch die restlichen Sommermonate änderten an diesem Trend nichts. Während die Temperaturen weiter anstiegen, sank parallel dazu der Wasserstand des Rheins. Anfang August erreichte der Rhein vielerorts neue Rekordtiefstände. Auch die Grundwasserstände bewegten sich auf immer niedrigerem Niveau.
Wetterumschwung ohne Folgen
Ein Wetterumschwung mit wechselhafterem Wetter brachte zur Augustmitte hin etwas mehr Niederschläge. Die Regenfälle blieben für die KABS jedoch ohne nennenswerte Folgen: die niedrigen Grundwasserstände und der extrem niedrige Wasserstand des Rheins erholten sich nicht unmittelbar nach den kleineren Regenschauern. Der Rheinwasserstand steigt seitdem stückchenhaft immer wieder an, bewegt sich aber auch im September noch weit unterhalb des Mittelwassers und fällt in regenärmeren Phasen schnell wieder ab.
Saisonende und Ausblick
Die KABS hatte bis zum Saisonende im Jahr 2026 keine gebietsweite Kampagne im Auwald. Die niedrigen Wasserstände werden auch in den kommenden Monaten noch spürbar sein. Sollte der Winter nicht überdurchschnittlich nass ausfallen, sind sogar Auswirkungen auf die kommende Saison 2027 denkbar.
Der Sommer 2026 hat uns ein Extrem des deutlich spürbaren Klimawandels aufgezeigt: Trockenheit. Auch das andere Extrem – massive Starkregen – haben Einfluss auf unsere Arbeit. Die letzten Jahre zeigen deutlich, dass sich die KABS dauerhaft auf solche starken Schwankungen in den Jahren einstellen muss.
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