2023
Der erste Nachweis der Asiatischen Tigermücke in der Verbandsgemeinde erfolgte in Otterstadt Anfang Oktober durch eine Bürgermeldung. Aufgrund des späten Fundes wurden keine Maßnahmen mehr vor Ort umgesetzt.
2024
Bereits zum Saisonbeginn wurde eine geschätzte Verbreitungszone von rund 3 Hektar im Bereich des Erstfundes mit Bti behandelt. Durch Fallenfänge und Bürgermeldungen erweiterte sich das Verbreitungsgebiet der Tigermücke jedoch stetig, so dass die Bti-Behandlung Richtung Saisonende auf ca. 32 Hektar durchgeführt wurde.
Im September meldeten aufmerksame Bürgerinnen und Bürger weitere Tigermücken außerhalb des bisher bekannten Verbreitungsgebiets. Zusätzlich konnten Tigermückeneier in zuvor stets negativen Fallen nachgewiesen werden, so dass die Verbreitungszone zum Saisonende schließlich knapp 46 Hektar umfasste.
2025
Die Verbandsgemeinde Rheinauen und die Ortsgemeinde Otterstadt setzten in der Saison 2025 auf ein verstärktes Einbeziehen der Bürgerschaft. Anwohnende sollten aktiv an der Tigermückenbekämpfung teilhaben und Brutstätten vermeiden oder unschädlich machen (z. B. abdecken, leeren, abdichten, beseitigen etc.).
Hierzu wurden „Tigermücken-Botschafter“ (freiwillige Mithelfende) gesucht, die vor sich vor Ort verstärkt engagieren möchten.
Am 8. April fand im Remigiushaus in Otterstadt eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde statt. Knapp 200 Besucher wurden u. a. über die aktuelle Situation in Otterstadt informiert und darüber aufgeklärt, welche Maßnahmen jeder einzelne ergreifen kann, um eine Plage auf dem eigenen Grundstück zu verhindern.
Im Laufe der Saison folgte außerdem der erste Nachweis der Asiatischen Tigermücke in der Ortsgemeinde Waldsee im Rahmen des Fallenmonitorings „TiMo“ der KABS. Eine im nördlichen Siedlungsgebiet installierte Eiablagefalle fiel positiv aus.
2026
Das bürgernahe Präventionskonzept in Otterstadt wird fortgesetzt. In Waldsee soll durch ein Fallenmonitoring und Bürgermeldungen ermittelt werden, ob es sich dort ebenfalls um eine etablierte Population handelt. Anwohnende sind dazu aufgerufen eigenverantwortlich aktiv zu werden. Die Prävention von Tigermückenbrutstätten steht hierbei an erster Stelle.