2022
Der erste Nachweis der Asiatischen Tigermücke in Schwanau erfolgte im Rahmen des Fallenmonitorings „TiMo“ der KABS. Die Fallen waren in den Ortsteilen Nonnenweier und Allmansweier installiert. Mehrere Eigelege konnten in beiden Ortsrteilen nachgewiesen werden. Aus dem Ortsteil Ottenheim ging parallel dazu eine Bürgermeldung ein.
Das Verbreitungsgebiet wurde am Ende der Saison wie folgt eingeschätzt: Nonnenweier knapp 11 Hektar, Allmannsweier und Ottenheim galten als zu unklar, um ein Gebiet abzustecken.
2023
Im Ortsteil Nonnenheim wurde zum Saisonbeginn mit einer regelmäßigen Bti-Behandlung im bekannten Verbreitungsgebiet begonnen. In allen betroffenen Ortsteilen wurden Fallen installiert, um die Ausbreitung der Tigermücke nachzuverfolgen.
Ab Juni wurde eine Befallszone von knapp 6 Hektar in Ottenheim in die regelmäßige Bti-Behandlung aufgenommen. In Allmannsweier erfolgte zum Saisonende hin noch eine einmalige Bti-Behandlung im Norden auf rund 5 Hektar.
Die Fallenfänge deuteten aber auf eine großflächigere Verbreitung hin. In Allmannsweier umfasste die von Tigermücken betroffene Fläche knapp 37 Hektar, in Ottenheim knapp 31 Hektar und in Nonnenweier waren 32 Hektar betroffen.
2024
m bekannten Verbreitungsgebiet wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Durch positive Fallenfänge wurden nun auch Tigermücken im Ortsteil Wittenweier nachgewiesen. Es wurde davon ausgegangen, dass die Asiatische Tigermücke nahezu flächendeckend in Schwanau etabliert ist, mindestens 290 Hektar Siedlungsfläche waren betroffen.
2025
Eine regelmäßige Bti-Behandlung durch die KABS fand nur noch bei einer Ansammlung zahlreicher Massenbrutstätten wie etwa auf Friedhöfen, Altreifenlagern, Kleingartenanlagen und Gärtnereien statt. Durch diese Bti-Behandlung sollte gewährleistet werden, dass sich die Tigermückendichte im Siedlungsraum verringerte.
Im übrigen Verbreitungsgebiet der Tigermücke wurde stückweise eine einmalige Bti-Behandlungen durch die KABS durchgeführt. Über die Saison verteilt wurden betroffene Grundstücke besucht. Bei dieser Bti-Behandlungen wurde parallel eine Beratung der Anwohnenden durchgeführt, so dass diese zukünftig die Tigermückenbekämpfung selbstständig übernehmen können. Die Beratungen vermitteln welche Strukturen auf dem Grundstück als Tigermückenbrutstätte fungieren und wie man damit umgehen kann (z.B. abdecken, leeren, abdichten, beseitigen etc.).
2026
Das Beratungskonzept in der gesamten Gemeinde wird wiederholt. Anwohnende sind dazu aufgerufen parallel eigenverantwortlich aktiv zu werden. Die Prävention von Tigermückenbrutstätten steht hierbei an erster Stelle.