2021
Die Asiatische Tigermücke wurde Anfang Juli erstmals durch eine Bürgermeldung entdeckt. Im größeren Umkreis des Fundes wurde daraufhin ein Fallenmonitoring installiert und Stichproben durchgeführt. Eine positive, weit entferntere Falle deutete an, dass es sich bei dem Fund nicht um ein einzelnes Individuum gehandelt hatte.
Die Ergebnissen zeigten, dass die Tigermücke bereits großflächiger in Ketsch, auf rund 180 Hektar, etabliert war.
2022
Im bekannten Verbreitungsgebiet wurden von Mai bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht. Das Verbreitungsgebiet erweiterte sich im Laufe der Saison auf rund 195 Hektar.
2023
In der bereits bekannten Befallszone wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Durch positive Fallenfänge wurden nun auch Tigermücken im südlich gelegenen Gewerbe- und Industriegebiet festgestellt. Bis zum Saisonende erweiterte sich die Verbreitungszone auf knapp 290 Hektar.
2024
Im bekannten Verbreitungsgebiet wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Auch in den bisher verschonten, nördlichen Siedlungsbereich wanderten nun Stück für Stück Tigermücken ein, so dass die Befallszone zum Saisonende rund 346 Hektar betrug.
2025
Innerhalb der rund 240 Hektar großen Kernzone wurde in der Saison 2025 sechsmalig eine Bti-Behandlung durchgeführt, mit dem Ziel, die Bürger:innen intensiv zu beraten und ihre Fähigkieten zur Brutstättenprävention zu stärken.
Im übrigen etwa 100 Hektar großen Befallsgebiet gab es nur vereinzelte Tigermückennachweise, hier sollte die Anwohnerschaft bereits zum Beginn der Saison selbstständig die Tigermückenbekämpfung übernehmen. Die KABS bot kostenfreie Vor-Ort Beratungen an.
2026
In der Saison 2026 wird im Laufe der Saison eine dreimalige Bti-Behandlung durch die KABS erfolgen. Zum Saisonbeginn, im Frühsommer und erneut im Spätsommer werden alle Grundstücke im betroffenen Verbreitungsgebiet der Tigermücke besucht. Während der Begehung erfolgt auch eine intensive Beratung, so dass zwischen den Terminen eine eigenständige Tigermückenprävention erfolgen kann. Anwohnende sind dazu aufgerufen eigenverantwortlich aktiv zu werden. Die Prävention von Tigermückenbrutstätten steht hierbei an erster Stelle.
Unterstützend wird die KABS im Laufe der Saison regelmäßig die Straßenabläufe auf öffentlichen Grund behandeln. Auf Anfrage gibt es ein Beratungsangebot sowie Netze für Regentonnen. Ein Monitoring soll das Populationsgeschehen überwachen.