2022
Die Asiatische Tigermücke wurde Mitte Juni erstmals durch eine Bürgermeldung im Stadtteil Almenhof entdeckt. Im Umkreis des Fundes wurde daraufhin ein Fallenmonitoring durchgeführt.
Durch positive Fallenfänge wurde das Verbreitungsgebiet auf rund 2,5 Hektar eingeschätzt.
2023
Im bekannten Verbreitungsgebiet wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht. Durch Bürgermeldungen und Fallenfänge erweiterte sich die Befallsfläche im Almenhof auf rund 15 Hektar.
Im August ging eine Bürgermeldung aus dem Stadtteil Feudenheim ein auf deren Basis eine ausgedehnte Populationen im dortigen Stadtbezirk entdeckt wurde. Durch Fallenfänge wurde die Verbreitungszone auf knapp 55 Hektar festgelegt.
Im September ging auch aus dem Stadtteil Rheinau eine Tigermückenmeldung ein. Hier wurde die Verbreitungszone auf rund 3 Hektar geschätzt.
2024
Im allen bekannten Verbreitungszonen wurden von Juni bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Weitere Tigermückennachweise gingen aus den Stadtteilen Neckarstadt-Ost, Oststadt, Lindenhof, Neckarau, Innenstadt, Niederfeld und Gartenstadt ein.
Das von Tigermücken betroffene Gebiet umfasste zum Saisonende rund 280 Hektar.
2025
Im bekannten Verbreitungsgebiet wurden von Ende April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Während der Saison erbrachten Bürgermeldungen und Fallenfänge weitere Tigermückennachweise aus neuen Stadtteilen. Neue betroffene Stadtteile in der Saison 2025 waren: Neuhermsheim, Neuostheim, Käfertal-Süd, Wallstadt, Schwetzingerstadt und das Speckweggebiet.
Aufgrund der vielen verstreuten Tigermückenvorkommen musste zum Saisonende davon ausgegangen werden, dass die Tigermücke auf rund 970 Hektar Stadtgebiet verbreitet war.
2026
Ab der Saison 2026 wird es in Mannheim keine regelmäßige Bti-Behandlung mehr geben. Stattdessen sind intensive Vor-Ort-Beratungen in den zwei ältestens betroffenen Stadtteilen Almenhof und Feudenheim geplant. Bei diesen Begehungen findet zusätzlich zur Bti-Behandlung der Brutstätten auch eine Beratung der Anwohnenden statt, so dass diese zukünftig die Tigermückenbekämpfung selbstständig übernehmen können.
Das langfristige Ziel ist, über die kommenden Jahre die Anwohnenden der Stadt Mannheim in der Tigermückenprävention zu festigen. Auch Anwohnende außerhalb der diesjährigen Aktionszonen sind dazu aufgerufen eigenverantwortlich aktiv zu werden. Die Prävention von Tigermückenbrutstätten steht hierbei an erster Stelle.