2023
Die Asiatische Tigermücke wurde Mitte Oktober erstmals durch eine Bürgermeldung entdeckt. Im Umkreis des Fundes wurde daraufhin ein Fallenmonitoring durchgeführt. Aufgrund des späten Fundes zum Saisonende wurden keine Maßnahmen mehr vor Ort durchgeführt. Die Verbreitungszone wurde jedoch auf rund 12 Hektar eingeschätzt.
2024
Zum Saisonbeginn wurde mit einer regelmäßigen Bti-Behandlung in der bekannten Verbreitungszone der Tigermücke begonnen. Parallel wurde ein Fallennetzwerk installiert.
Durch Fallenfänge und Bürgermeldungen stellte sich heraus, dass die Verbreitungszone um den Erstfund am Freyersee nicht das Zentrum der Ausbreitung war. Der Kern der Tigermückenpopulation lag südlicher, im Stadtkern. Der neue Verbreitungsbereich umfasste während der Saison rund 25 Hektar.
Zum Saisonende hin wurde die Befallszone auf knapp 30 Hektar festgelegt.
2025
Im bekannten Verbreitungsgebiet wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
2026
Ab der Saison 2026 wird die regelmäßige Bti-Behandlung in Philippsburg vorrangig im Umfeld des Schulcampus durchgeführt. Um der Gesundheitsgefährdung durch Tigermücken vorzubeugen, wird das Umfeld um diesen sensiblen Bereich regelmäßig mit Bti behandelt. Die Flugdistanz eines Tigermückenweibchens liegt bei nur wenigen Hundert Metern. Ein 200 m Pufferradius um besonders sensible Strukturen entspricht dabei internationalen Standards.
Im übrigen Stadtgebiet sind Anwohnende dazu aufgerufen selbst gegen die Tigermücke aktiv zu werden. Die Maßnahmen werden durch ein Fallenmonitoring begleitet. Bürger:innen in Philippsburg haben die Möglichkeit Vor-Ort-kostenfreie Beratungstermine anzufordern, um zu erfahren welche Brutstätten in ihrem Garten vorhanden sind.