2024
Zu Beginn der Saison 2024 war ein Gebiet im Süden Brühls bekannt in welchem im Vorjahr die ersten Tigermückenfunde auftraten. In diesem etwa 4 Hektar großen Gebiet wurden von April bis Oktober regelmäßig Bti-Behandlungen auf allen Grundstücken durchgeführt. Parallel wurde durch Fallenfänge die Ausbreitung der Tigermücke überwacht.
Ab Juni erweiterte sich das Bti-Behandlungsgebiet durch positive Fallenfänge auf 5,6 Hektar. Im Nordwesten Brühls kam es Anfang August zu einem Tigermückennachweis in einer Eiablagefalle. Bis Saisonende konnten in diesem Umfeld aber keine weiteren Tigermücken durch Fallen nachgewiesen werden.
2025
Auch in 2026 wurden erneut Maßnahmen zur Reduktion der Tigermücke im Siedlungsgebiet durchgeführt. Im betroffenen Ortsabschnitt im Süden Brühls fand eine regelmäßige, zweiwöchentliche Behandlung aller potenziellen Brutstätten auf 6,3 Hektar statt. Im Nordwesten Brühls wurde eine weitere Fläche zweimal zum Saisonbeginn behandelt. Die Maßnahmen wurden durch ein Fallenmonitoring begleitet.
Zum Saisonende hin kristallisierte sich heraus, dass im Süden Brühls nur ein geringes Tigermückenaufkommen existiert. Nur drei der südlichen Fallen erbrachten einen Nachweis. Im Norden Brühls hingegen wurden mehr Asiatische Tigermücken durch Meldungen und Fallenfänge nachgewiesen. Durch die Nähe zu Mannheim und der unmittelbar angrenzenden Tigermückenpopulation gibt es hier einen regelmäßigen Eintrag ins Gemeindegebiet.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Tigermücke zum Saisonende auf rund 160 Hektar Siedlungsgebiet angesiedelt war.
2026
Im Jahr 2026 werden erneut Maßnahmen zur Reduktion der Tigermücke durchgeführt. Im betroffenen Ortsabschnitt im Süden Brühls findet zum Saisonstart eine dreimalige Bti-Behandlung aller potenziellen Brutstätten statt. Auf einer Fläche von 4,6 Hektar erfolgen die Begehungen in einem zweiwöchentlichen Rhythmus. Im Nordwesten Brühls gibt es weitere Flächen, die ebenfalls dreimal zum Saisonbeginn behandelt werden. Im Nordosten werden über die gesamte Saison hinweg die Wasserabläufe im öffentlichen Raum behandelt.
Die Maßnahmen werden durch ein Fallenmonitoring begleitet. Bürger:innen in Brühl haben die Möglichkeit Vor-Ort-kostenfreie Beratungstermine anzufordern, um zu erfahren welche Brutstätten in ihrem Garten vorhanden sind.