Pilotprojekt Waiblingen

In Waiblingen wird im Rahmen eines Pilotprojekts untersucht, wie gut Information, persönliche Beratung und die Eigenverantwortung der Bürgerschaft zur nachhaltigen Reduzierung der Tigermücke beitragen können. Ein systematisches Ei-Monitoring macht sichtbar, wie stark die Tigermückenpopulation in einzelnen Gebieten vertreten ist und erlaubt den Vergleich zum Pilotprojekt Korntal.

Ziel des Pilotprojekts

Eine wirksame Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke ist dort am erfolgreichsten, wo die Bürgerschaft aktiv mitwirkt. Da sich die Tigermücke vor allem in privaten Gärten und auf Grundstücken vermehrt, kommt dem eigenen Handeln eine zentrale Bedeutung zu. Gleichzeitig ist eine flächendeckende Haus-zu-Haus-Bekämpfung für viele Kommunen auf Dauer nicht finanzierbar. Deshalb braucht es neue, praktikable und bezahlbare Wege der Prävention und Bekämpfung.

Durch gezielte Bürgerschulungen direkt im eigenen Garten, wird das Wissen vor Ort gestärkt und in praktisches Handeln umgesetzt. So kann gemeinsam geprüft werden, welche Maßnahmen wirksam sind und wie kommunale Präventionsstrategien langfristig sinnvoll gestaltet werden können. Um solche Lösungen zu entwickeln, haben das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg und die KABS bereits im Jahr 2024 zwei Pilotprojekte durchgeführt. In Waiblingen startet das Pilotprojekt erstmals im Jahr 2026, wobei zunächst geeignete Siedlungsflächen im Stadtgebiet für das Projekt gefunden werden müssen.

Mehr zum Pilotprojekt kann auch auf der Webseite der Stadt Waiblingen erfahren werden.

Aktuelles

Im Jahr 2026 wird in drei Gebieten in Waiblingen ein Tigermückenmonitoring durchgeführt, um einen Überblick über die vorhandene Tigermückenpopulation zu erhalten.. Dieses erfolgt durch Mitarbeitende des Landesgesundheitsamts sowie der KABS.

Karte mit den Aktionsflächen im Pilotprojekt Waiblingen im Jahr 2026.

Überblick zu den Projektjahren

Start des Pilotprojekts

Im Jahr 2026 wird in drei vergleichbaren Gebieten in Waiblingen durch ein Fallenmonitoring die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke überprüft. Somit gibt es eine Datenbasis bevor Präventionsmaßnahmen im Folgejahr auf die dortige Tigermückenpopulation Einfluss nehmen.

Ob die geplanten Maßnahmen für 2027 realisiert werden können, hängt vom Auffinden einer größeren Tigermückenpopulation ab.

Aktueller Plan für 2027

Im Jahr 2027 erfolgen in einem der drei Gebiete aus dem Jahr 2026 intensive Vor-Ort-Beratungen in den Privatgärten der Anwohnenden. Informatives zur Biologie, Lebensweise und gesundheitlichen Relevanz der Tigermücke wird vermittelt und gezielt in Sachen Präventionsmaßnahmen beraten. In einem zweiten Projektgebiet finden keine Schulungsmaßnahmen sondern nur ein Monitoring statt, da dieses als Vergleichsfläche dient.