Symptome
Die Symptome von Malaria können von milden grippeähnlichen Beschwerden bis zu schweren, lebensbedrohlichen Verläufen reichen. Häufige Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen; unbehandelt kann P. falciparum-Malaria rasch zu schwerer Krankheit und Tod führen [1].
Behandlung und Prävention
Die Krankheit ist behandelbar, und wirksame Medikamente wie artemisininbasierte Kombinationstherapien (ACT) werden weltweit eingesetzt, auch wenn die Wirksamkeit durch Resistenzentwicklungen überwacht werden muss [2].
Prävention bleibt von zentraler Bedeutung. Maßnahmen umfassen Stechmückenschutz durch Insektenschutzmittel, Schlafplätze mit Bettnetzen und das Vermeiden von Brutstätten mit stehendem Wasser. Für Reisende in Malaria-Risikogebiete wird zudem eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen.
Situation in Deutschland
Malaria ist in Deutschland vorwiegend eine importierte Infektionskrankheit, bei der derzeit keine endemische Übertragung stattfindet. Zwischen 1993 und 2007 wurden 11.605 Malariafälle gemeldet, die überwiegend aus 96 Ländern importiert wurden, wobei mehr als zwei Drittel der Infektionen ihren Ursprung in Afrika hatten [3]. Plasmodium falciparum ist für die Mehrheit der Fälle (70–80 %) verantwortlich, und die meisten Infektionen traten bei Reisenden im Alter von 20 bis 39 Jahren auf [4].
Historisch gesehen war Malaria bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland endemisch. Durch Veränderungen in Lebensstil, Entwässerung von Feuchtgebieten und verbesserte Wohn- und Hygienebedingungen verschwand die Krankheit weitgehend. Obwohl eine autochthone Übertragung derzeit unwahrscheinlich ist, besteht aufgrund des Klimawandels und des möglichen Vorkommens geeigneter Vektoren ein theoretisches Risiko für ein erneutes Auftreten [5].
Tatsächlich wurden in Deutschland zwei selten dokumentierte Fälle lokaler Übertragung durch einheimische Anopheles plumbeus-Stechmücken beschrieben, was zeigt, dass unter günstigen Bedingungen eine Übertragung möglich sein kann [6].