Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.

 

 

 

 

 

 

              Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein

 
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Aktualisiert: 15.04.2015   

IcyBac

Die ICYBAC GmbH ist zu 100% eine Unternehmenstochter der KABS e.V. und für die Herstellung des bei der Hubschrauberbekämpfung eingesetzten Eis-Granulats zuständig.

Zur Herstellung des Eis-Granulats wird eine 4%-ige Wasser-B.t.i. Suspension in speziell für diesen Zweck modifizierten Eismaschinen zu etwa 3-5 mm großen Pellets gefroren, und anschließend in einem speziellen Verfahren unter Verwendung von flüssigem Stickstoff schockgefrostet. Dadurch bleibt das Granulat rieselfähig und kann auch über längere Zeiträume ohne Verluste an Aktivität in Kühlhäusern bei minus 20 - 25° gelagert werden.

 

 

Vorteile des Eisgranulats

 

Ursprünglich wurde der biologische Wirkstoff B.t.i. als Puderformulierung oder Flüssigkonzentrat mit entsprechenden Mengen Wasser gemischt und als Suspension über den Stechmückenbrutstätten versprüht. Diese Zubereitungsform hat jedoch den großen Nachteil, dass sie beim Verteilen aus der Luft sich auf den über die Gewässer Bti-Eisgranulatragenden Zweigen und Blättern niederschlagen und somit nicht an den Wirkort gelangen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, den biologische Wirkstoff B.t.i. als Puderformulierung mittels Öl an Quarzsand zu binden. Zwar rieselt dieses Sandgranulat beim Ausbringen aus der Luft durch die Zweige und gelangt an den Wirkort, aber durch die große mechanische Belastung beim Austritt aus dem Streugerät trennt sich das B.t.i. vom Sand, wird verdriftet und gelangt so nicht in die Brutgewässer.

Weiterhin steht ein Granulat auf der Basis von Maiskolbenbruch zur Verfügung. Dieses Granulat ist jedoch sehr leicht, verdriftet schon bei wenig Wind und kann dadurch nur bei optimalen Wetterbedingungen zielsicher ausgebracht werden. Ein weiterer Nachteil des Maiskolbenbruch-Granulates ist, dass es durch die in relativ großen Mengen enthaltenen Hilfsstoffe die Gewässer verunreinigen und verhältnismäßig teuer ist.

Das durch die IcyBac hergestellte Eisgranulat hingegen ist einfach zu handhaben, kann zielsicher in die Fresszone ausgebracht werden, enthält keine gewässerschädigenden Hilfsstoffe und weist eine maximale Wirkstoffausbeute auf.

 

 

Applikation und Wirkungsweise des Eisgranulats

 

Um ein Antauen des Eis-Granulates bei Überflügen mit herkömmlichen Applikationsanlagen zu verhindern, wurden von der IcyBac ein thermoisolierter Kreiselstreuer entwickelt. Dieser kann mit jedem Hubschrauber eingesetzt werden, der mit einem Lasthaken ausgerüstet ist. Durch den geringen Reibungswiderstand des Eises, können bei der Ausbringung Streubreiten bis zu 70 Meter erreicht werden. Dadurch lassen sich im Verhältnis zu konventionellen Methoden Kostenersparnisse von über 50 % bei den Flugkosten erreichen. Gerade dieser Aspekt kommt bei großflächigen Brutarealen zu Geltung.

Nach der Ausbringung des Eis-Granulats mit der Applikationsanlage rieselt dieses ungehindert durch jeglichen Bewuchs und erreicht die Wasseroberfläche. Dabei taucht es kurz ein und kommt aufgrund seines spez. Gewichts zurück an die Oberfläche. Dort taut es abhängig von der Wassertemperatur in einer Zeit von 30 - 90 sec auf und entlässt während dieses Vorgangs den biologischen Wirkstoff kontinuierlich direkt in die Fresszone der Stechmückenlarven. Die Praxis hat gezeigt, dass das Eiskorn durch die Oberflächenbewegung des Wassers, hervorgerufen durch z. B. Wind, während des Auftauens eine Strecke bis zu 50 cm zurücklegt. Dadurch wird eine noch wesentlich bessere Verteilung des Wirkstoffes im Wasser erzeugt. Zusätzlich treten keinerlei Wirkstoffverluste auf dem Weg vom Streugerät zum Wasser auf, da der biologische Wirkstoff B.t.i. homogen im Eiskorn eingebunden ist.



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Hubschrauber und IcyBac-LKW beim Einsatz












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