<<Leerzelle>>  

Mannheimer Morgen, 14.11.2008:


Jagd auf Tigermücken

Speyer. Sie überträgt Gelb- und Dengue-Fieber und könnte schon bald auch durch die Region schwirren. Stegomyia albopicta, auch asiatische Tigermücke genannt. Im Technik Museum Speyer haben gestern 70 Experten darüber diskutiert, wie man die Ausbreitung des gestreiften Insekts verhindern kann. Organisiert wurde die Tagung von Dr. Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung (GFS) und der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS), die den Stechmücken mit vom Helikopter abgeworfenen Bekämpfungsmitteln den Garaus macht. Den Auftrag erteilte das Bundesumweltministerium.
Ziel war es zunächst die Ausbreitung der Tigermücke zu erfassen und zusammen mit den Nachbarländern Bekämpfungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In der Schweiz, wo das Insekt schon seit längerer Zeit verbreitet ist, existiert bereits ein Überwachungssystem., das im Falle eines Auftretens sofort Gegenmaßnahmen erlaubt. Auch die Mittelmeer-Anrainerstaaten haben bereits Erfahrungen gesammelt.

Warmes Klima günstig
In den vergangenen 20 Jahren hat sich die asiatische Tigermücke in 14 Ländern Europas verbreitet, begünstigt durch die Erwärmung des Klimas. Im Sommer 2007 traten in der italienischen Provinz Ravenna 300 Fälle des Chikungunya-Fiebers auf, das ebenfalls von Stegomyia albopicta übertragen wird - der erste Ausbruch einer tropischen Krankheit in Europa seit Jahrzehnten. Im September 2007 wurden dann fünf einer der Mücke auf einem südbadischen Autobahnrastplatz entdeckt.



 

 

 
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