<<Leerzelle>>  

Rheinpfalz, 07.08.2007:

Neue Blutsauger auf Nordkurs
Schnakenwächter alarmiert

WALDSEE (jüm): Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) in Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis) hält die Zuwanderung von gefährlichen Stechmückenarten für wahrscheinlich. Dazu zählt mit dem asiatischen Tigermoskito auch ein potenzieller Überträger des Dengue-Fiebers.

Das Insekt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf dem Balkan, in Italien, Spanien und Frankreich ausgebreitet und ist aktuell in der Schweiz aufgetaucht, erläuterte gestern KABS-Direktor Norbert Becker auf Anfrage. Seine ursprüngliche Heimat sei Südostasien. Inzwischen habe es sich auch an das kühlere Klima in weiter nördlich gelegenen Regionen angepasst. Über importierte gebrauchte Autoreifen seien Eier des Tigermoskitos nach Italien eingeschleppt worden.
Becker hält es für möglich, dass das Insekt in Fahrzeugen als "blinder Passagier" auch nach Deutschland gelangen könnte. Deshalb habe ein Doktorand entlang der Autobahnen A5 und A6 von Basel bis Heidelberg mehrere Fallen aufgestellt. Würden darin Eier des Blutsaugers nachgewiesen, müssten Baumhöhlen und andere Standorte, in denen sich Larven aus den Eiern entwickeln könnten, mit dem entlang des Rheines eingesetzten Schnaken-Mittel BTI bekämpft werden.
Der KABS-Chef möchte zwar "keine Horrorvisionen" in die Welt setzen, wie er betont. Aber wenn sich der Plagegeist erst einmal eingenistet habe, sei er schwer wieder los zu werden. Zudem sei die Stechmücke auch am Tage aktiv und ausgesprochen lästig. Becker bedauerte es, dass es bisher noch nicht gelungen sei, Forschungsgelder für den Doktoranden einzuwerben, mit denen dessen Arbeit unterstützt werden könnte.



 

 

 
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