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Mannheimer Morgen, 16.05.2006 Alarm an der Schnakenfront: Das ungewöhnlich
lang anhaltende Rheinhochwasser hat die lästigen Pikser beflügelt
und ihre Jäger ins Schwitzen gebracht. Doch mit Sonderschichten
von bis zu 18 Stunden hat die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung
der Schnakenplage (KABS) eine verheerende Welle verhindert. "Wir
konnten dem hohen Larvenaufkommen in den Überschwemmungsgebieten
Einhalt gebieten", bestätigt der wissenschaftliche Direktor,
Dr. Norbert Becker. In den vergangenen sechs Wochen waren über
200 Schnakenpolizisten mit Rückenspritze und Hubschrauber unterwegs,
um der Brut mit dem dem mikrobiologischen Kampfstoff "Bazillus
thuringiensis israelis, kurz "B.t.i.", den Garaus zu machen.
Der Bazillus produziert Eiweißkristalle, die von anderen Tieren
wie Hühnereiweiß verdaut werden, aber im Darm von Schnaken
tödliche Schäden anrichten, Diese "Waffe" wird in
Eisgranulat verpackt und in den gefährdeten Gebieten verteilt.
"Nach der starken Schneeschmelze in Verbindung mit den ergiebigen
Regenfällen zu Beginn des Frühjahrs war diese erste Bruthochphase
zum Glück keine Überraschung für uns", verweist
Becker auf die gut gefüllten B.t.i.-Depots. Allerdings habe sich
der Einsatz des Eisgranulats im überschwemmten Rheinvorland zwischen
Fluss und Damm recht schwierig gestaltet. "Dort konnten wir wegen
Strömungsverhältnissen und Wassertiefe nicht immer eine gesicherte
Larvendichte ausmachen und haben den Wirkstoff manchmal nur auf Verdacht
ausgebracht", erklärt der Experte. Doch es habe sich jetzt
gezeigt, dass die KABS-Helfer genau das richtige Händchen hatten.
So wurden nur vereinzelt größere Attacken der schwirrenden
Pikser gemeldet. " |
