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Projekt "Aedes albopictus"
 
Die KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.) initiierte im Jahr 2005 ein Projekt, um der wachsenden Gefahr einer Einschleppung und Einbürgerung der "Asiatischen Tigermücke" (Aedes albopictus) in Deutschland entgegen zu wirken. Diese ursprünglich ostasiatische Stechmückenart ist ein kompetenter Vektor für zahlreiche humanpathologisch relevante Viruserkrankungen und wurde durch den internationalen Warenverkehr innerhalb der letzten Jahrzehnte nahezu weltweit verbreitet.
Vorrangiges Ziel ist es, durch Analyse der möglichen Einschleppungswege nach


        

  Deutschland alle potentiellen Etablierungsorte zu identifizieren und im regelmäßigen Abstand zu überwachen, um ggf. beim Auftreten der Mücke sofort geeignete Bekämpfungsmaßnahmen vornehmen zu können. Gleichzeitig werden in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg im Labor Untersuchungen zur thermalen Ökologie der "Asiatischen Tigermücke" durchgeführt. Hierfür werden die Entwicklungs-Geschwindigkeiten und Sterberaten verschiedener Lebensstadien der Stechmücke bei unterschiedlichen Temperaturen ermittelt. Mit Hilfe der so gewonnenen Daten kann das potentielle Verbreitungsgebiet der Art für Deutschland eingegrenzt und die verfügbaren Mittel auf die wichtigen Bereiche konzentriert werden. Die Überwachung der ermittelten potentiellenEinschleppungsorte erfolgt mit Hilfe von so genannten Ovitraps (Eiablagefallen).
     
       Eiablagefalle
 
 

Diese besteht aus einem ca. 12 cm hohem und 7 cm breiten schwarzen Plastikbecher, welcher zum Teil mit Wasser gefüllt ist (Bild oben). Am Innenrand befindet sich ein längliches, flaches Holzbrettchen, welches durch seine raue Oberfläche bei einer Eiablage von den Stechmückenweibchen als Unterlage bevorzugt wird. Die Fallen werden im 14-Tagerhythmus auf abgelegte Eier und geschlüpfte Larven untersucht. Zusätzlich werden in der weiteren Umgebung der Fallenstandorte exponierte Busch- und Baumbestände mittels der "Human-Bait-Methode" (eine Testperson exponiert ihren Körper) auf anfliegende Stechmücken-Weibchen überprüft. Abgelegte Eier werden im Labor mit einem Binokular vorbestimmt, zum Schlüpfen gebracht und anschließend die Larven in einem Brutgefäßen bis zum erwachsenem Fluginsekt herangezogen. Anhand dieser adulten Tiere wird die endgültige Artbestimmung durchgeführt.

 
 


Laborversuch zum Eiablageverhalten der Asiatischen Tigermücke

 
 

Um eine mögliche Etablierung von Aedes albopictus zu verhindern, ist es wichtig frisch eingeschleppte Individuen oder schon kleinere Populationen so früh wie möglich festzustellen. Je kleiner eine sogenannte Gründerpopulation ist, umso einfacher ist es diese erfolgreich wieder auszulöschen. Wurde nach einer Neubesiedelung eine gewisse Populationsgröße erreicht und ein ausreichend großes Areal besiedelt, ist es schwer, vor allem in besiedelten Bereichen, diese in den Griff zu bekommen. Zusätzlich wirkt sie wie ein Infektionsherd, von dem über die nun kürzeren Entfernungen weitere klimatisch günstige Gebiete besiedelt werden können.

Weitere Informationen über die Asiatische Tigermücke finden Sie auf unserer Sonderthemenseite "Aktuelles - Asiatische Tigermücke".

 

 

 

 

 
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