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| >> Warum Stechmückenbekämpfung? | ||
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In den Tropen und Subtropen sind Stechmücken Überträger (Vektoren) gefährlicher Krankheiten, wie Malaria, Dengue- und Gelbfieber, lypmphatischer Filariosen (Wurmerkrankung) und Encephalitis. In Deutschland haben die Stechmücken als Krankheitsüberträger bisher keine oder eine nur untergeordnete Bedeutung. Gelegentlich kann es durch das Aufkratzen der Quaddeln zu Sekundärinfektionen kommen, teilweise können gar allergische Reaktionen auftreten. Jedoch kann auch eine Übertragung von Krankheiten durch Stechmücken (z.B.- Tahyna-Viren) nicht ausgeschlossen werden und ist sogar wahrscheinlich. Das Tahyna-Virus wurde wiederholt in Aedes-Arten (u.a. in Aedes vexans) nachgewiesen. Eine Infektion führt zu fieberhaften Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen. Auch Tierkrankheiten können durch Stechmücken übettregen werden. Als Beispiel sei hier die durch Anopheles-Mücken übertragene Viruserkrankung Kaninchen-Myxomatose genannt.
Besonders drastisch können Stechmückenplagen, wie Untersuchungen am Oberrhein gezeigt haben, das Freizeitverhalten der Menschen beeinflussen, da zahlreiche Freizeiteinrichtungen (z.B. Parkanlagen, Schwimmbäder, Tennisplätze, u.a.) nur eingeschränkt genutzt werden können. Es sprechen jedoch auch wirtschaftliche Gründe für eine umweltverträgliche Stechmückenbekämpfung. Ökonomische Einbußen sind vor allem im Gaststättengewerbe und bei Naherholungsanlagen, aber auch bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie bei Industrieanlagen zu verzeichnen. Das öffentliche Interesse an einer Bekämpfung der Stechmücken ist daher seit jeher sehr groß. Durch die Anwendung selektiver mikrobiologischer Präparate und einer an den ökologischen Gegebenheiten ausgerichteten Bekämpfungsstrategie, die von Biologen realisiert wird, stehen der Bekämpfung der Stechmücken keine überwiegenden Belange der Landespflege entgegen. Durch die starke Massenvermehrung der Stechmücken in hochwasserreichen Jahren ist dagegen aus Gründen des Wohles der Allgemeinheit und zur Herstellung von gleichwertigen Lebensbedingungen für die betroffenen Menschen eine Bekämpfung erforderlich.
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