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3)
Projekt "Aedes albopictus"
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Die
KABS initiierte im Jahr 2005 ein Projekt, um der wachsenden Gefahr einer
Einschleppung und Einbürgerung von Aedes albopictus in Deutschland
entgegen zu wirken. Vorrangiges Ziel ist es, durch Analyse der möglichen
Einschleppungswege nach Deutschland alle potentiellen Etablierungsorte
zu identifizieren und im regelmäßigen Abstand zu überwachen,
um ggf. beim Auftreten der Mücke sofort geeignete Bekämpfungsmaßnahmen
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vornehmen
zu können.
Gleichzeitig
werden in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg im
Labor Untersuchungen zur thermalen Ökologie der Asiatischen
Tigermücke durchgeführt. Mit Hilfe der so gewonnenen Daten
kann das potentielle Verbreitungsgebiet der Art für Deutschland
eingegrenzt und die verfügbaren Mittel auf die wichtigen Bereiche
konzentriert werden. Die
Überwachung der ermittelten potentiellen Einschleppungsorte
erfolgt mit Hilfe von so genannten Ovitraps (Eiablagefallen). Diese
bestehen aus einem ca. 12 cm hohen und 7 cm breiten schwarzen Plastikbecher,
welcher zum Teil mit Wasser gefüllt ist (Bild rechts). Am Innenrand
befindet sich ein flaches, längliches Holzbrettchen, das durch
seine raue Oberfläche bei einer Eiablage von den |
Eiablagefalle
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Stechmückenweibchen
als Unterlage bevorzugt angenommen wird. Die Fallen werden in 14-tägigem
Rhythmus auf abgelegte Eier und geschlüpfte Larven
untersucht. Zusätzlich werden in der weiteren Umgebung der Fallenstandorte
exponierte Busch- und Baumbestände mittels der "Human-Bait-Methode"
(eine Testperson exponiert ihren Körper) auf anfliegende Stechmücken-Weibchen
überprüft. Abgelegte Eier werden im Labor mit einem Binokular
vorbestimmt, zum Schlüpfen gebracht und anschließend
die Larven in einem Brutgefäß bis zum erwachsenen Fluginsekt
herangezogen. Anhand dieser adulten Tiere wird die endgültige Artbestimmung
durchgeführt.
Um eine mögliche Etablierung von Aedes albopictus zu verhindern,
ist es wichtig, frisch eingeschleppte Individuen oder noch kleinere Populationen
so früh wie möglich festzustellen. Je kleiner eine so genannte
Gründerpopulation ist, umso einfacher ist es, sie erfolgreich wieder
auszulöschen. Wurde nach einer Neubesiedelung eine gewisse Populationsgröße
erreicht und ein ausreichend großes Areal besiedelt, ist es schwer,
vor allem in besiedelten Bereichen, diese in den Griff zu bekommen. Zusätzlich
wirkt sie wie ein Infektionsherd, von dem über die nun kürzeren
Entfernungen weitere klimatisch günstige Gebiete besiedelt werden
können. |
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