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2) Verbreitung
  Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurde Aedes albopictus als ursprünglich ostasiatische Stechmücke zuerst gelegentlich und ab den 80igern massiv durch den Menschen nach Afrika, Amerika, Europa und den pazifischen Raum verschleppt. Inzwischen kommt sie fast weltweit in tropischen und subtropischen, teilweise auch in warmen gemäßigten Regionen vor. Der zunehmende internationale Warenverkehr und die große Mobilität der Menschen erleichtern die Ausbreitung dieser Stechmücke. So können sie innerhalb
 

Asiatische Tigermücken am Blatt
hängend bei der Paarung
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weniger Stunden oder Tage über große Entfernungen transportiert werden. Vor allem mit Hilfe des internationalen Gebrauchtreifenhandels überwand die "Asiatische Tigermücke" selbst große Distanzen von Kontinent zu Kontinent.
Im Ursprungsland legen die Weibchen ihre Eier in im Freien gelagerten Altreifen ab, in dem sie diese knapp oberhalb der Wasseroberfläche an die Innenwand des Reifen kleben. Ein Austrocknen der Reifen schadet den Eiern nicht.
Diese sind trockenresistent und bleiben in diesem Zustand auch ohne Wasser mehrere Monate lebensfähig. Sammelt sich nach dem Transport im Zielland Regen in den Reifen, so schlüpfen die Larven und entwickeln sich bei günstigen Temperaturen
 

schnell zum flugfähigen Insekt. Aufgrund der Fähigkeit alle möglichen künstlichen Brutgewässer zu nutzen, der Trockenresistenz ihrer Eier und der Anspruchslosigkeit bei der Wahl eines geeigneten Blutwirtes (Menschen, Hunde, Katzen, Nager, Amphibien, Vögel und Reptilien), schaffte es die Art in den neuen Gebieten schnell ausreichend große Populationen für eine dauerhafte Etablierung aufzubauen.
In Europa erschien die Stechmückenart das erste Mal 1979 in Albanien, bevor sie über Altreifentransporte aus den USA in die Hafenstadt Genua in Italien 1990 ein zweites Mal in den Alten Kontinent eingeschleppt wurde. Innerhalb weniger Jahre verbreitete sie sich rapide in weitere Regionen Italiens und trat mittlerweile auch in Frankreich, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Belgien, der Schweiz, Niederlande, Griechenland, Slowenien, Kroatien und Spanien auf.

 

Aedes albopictus
Weibchen an der Wasseroberfläche beim Schlupf. Der Hinterleib befindet
sich noch in der Puppenhülle.
  Im September 2007 wurde diese Stechmücke auch in Deutschland im südlichen Bereich der Oberrheinebene gefunden und wurde somit nun in 13 europäischen Staaten nachgewiesen.
Auf kürzere bis mittlere Distanzen ist die Mitnahme von flugfähigen Aedes albopictus Individuen in Personen- sowie Lastkraftwagen eine weitere Möglichkeit der Verschleppung der Art durch den Menschen. Vor allem in Wohnmobilen und Wohnanhängern können vereinzelt Tiere aus dem Urlaubsland Italien am Ende der Reisezeit mit nach Deutschland eingeschleppt werden. Auf diese "Transportart" ist sehr wahrscheinlich auch der Erstfund für Deutschland, an einem Autobahnparkplatz am südlichen Teil der A5, zurückzuführen.

 

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>> Sonderthema: "Asiatische Tigermücke" (Aedes albopictus)
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